Über 60 ha Ackerland an der Hochterasse wird für Hightec Park verplant

Einleitung

Der Sciencepark (neuerdings in Innovationspark umbenannt) soll auf einem 63 ha großen Gelände südlich der Universität zwischen Bürgermeister-Ulrich-Straße, B 17 und den Universitätssportplätzen entstehen. Im September 2009 war der Spatenstich. 
Dieses Großprojekt mit einer Investitionssumme des Freistaates und der Stadt von über 60 Mio Euro reiht sich ein in die großflächige Zersiedelung und Überbauung der letzten Freiflächen der Niederterrasse in Haunstetten sowie der landwirtschaftlich hochproduktiven Böden der Hochterrasse. Das Baugebiet südlich der Friedrich-Ebert-Straße am Ortsrand von Göggingen, das neue Stadion mit angrenzendem Gewerbegebiet und das Studentenwohnheim neben dem LfU sind weitere aktuelle großflächige Bauprojekte in diesem Raum.

Auf der Strecke bleiben die letzten Vorkommen des Rebhuhns, des Kiebitzes und der Dorngrasmücke im Augsburger Süden.

Die Naturschutzallianz stellt sich nicht prinzipiell gegen den Science- bzw. Innovationspark. Sie kritisiert aber zum einen
- den leichtfertigen Umgang mit der endlichen Ressource Boden in Augsburg im Allgemeinen
- und im speziellen die Zerstörung der für den Artenschutz außerordentlich wertvollen Böden der Niederterrasse, die zu Magerrasen-Lebensräumen wie am LfU entwickelt werden könnten, hätte man das Vorbild LfU bei den Planungen berücksichtigt
- sowie weiterhin die augenscheinliche Verletzung des Artenschutzrechtes, da das Aussterben der lokalen Populationen der genannten Vogelarten im Augsburger Süden in Kauf genommen wird.

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Bild 1 Lebensraum von Kiebitz und Rebhuhn Bild 2 Der Kiebitz, hier zukünftig nicht mehr zu sehen

 

Der Sciencepark und die Hochterrasse im Augsburger Süden – vergebene Chancen für den innerstädtischen Naturschutz.

 Der Sciencepark (neuerdings Innovationspark genannt)

„Das Projekt Sciencepark stellt ein Zentrum für ressourceneffiziente Technologien – Faserverbund, Mechatronik, IT und Umwelt – dar … Ferner bringt eine Ansiedlung Ihrer Firma in Augsburg Arbeits- und Lebensqualität auf höchstem Niveau. Lassen Sie sich vom Charme Augsburgs begeistern.“ So heißt es auf der offiziellen Homepage der Stadt Augsburg zum Sciencepark, dem „Innovationspark“ im Süden Augsburgs, auf dem auf 63 Hektar Fläche 4000 bis 6000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

 Dieses Zukunftsprojekt – Stadt und Freistaat Bayern fördern es mit 61,5 Millionen Euro – schließt sich direkt an das Gelände der Universität an und grenzt im Süden und Osten an die Bürgermeister-Ulrich-Straße und im Westen an die Bundesstraße 17. In direkter Nachbarschaft befinden sich das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) und seit 2009 das Stadion des FCA. Zurzeit wird das Gelände noch zu etwa 90 % landwirtschaftlich genutzt, einige Flächen enthalten Ruderalfluren und Gebüsche. Laut Landschaftsplan und bisheriger Meinung der Stadt handelt es sich um eine wichtige Achse für die Frischluftzufuhr und damit für die Erneuerung des belasteten Stadtklimas. Am 7. September 2009 erfolgte jedoch der Spatenstich (der damalige Bundeswirtschaftsminister Guttenberg war extra angereist) und Anfang 2010 war Baubeginn.

Die Nähe zum LfU macht schon deutlich, dass hier ein naturschutzfachliches Potential im wahrsten Sinn des Wortes im Boden verborgen liegt: Ein Viertel des Geländes liegt auf der Niederterrasse des Lech, dem gleichen flachgründigen Boden, der den Standort für die artenreichen Heiden entlang des Lechs bildet und auf dem auch die ökologisch vorbildlichen Magerrasen um das LfU als Lebensräume aus zweiter Hand geschaffen und von der Naturschutzallianz verteidigt worden sind.

 Die Umweltstadt Augsburg ließ einen bekannten Städteplaner mit Erfahrung in der Planung von Innovationsparken einen „Masterplan“ für den Sciencepark entwerfen, einen Städteplan, der viele Gebäudekomplexe, eingebettet in viel Grün enthält. Gegenüber der bisherigen Ackerflur mag das wie eine Bereicherung erscheinen, und doch kann man als Naturschützer nicht zufrieden sein. Der neue Stadtteil wird eben nur „durchgrünt“. Weitergehende Ansprüche an einen nicht nur in umwelttechnischer, sondern auch in naturschutzfachlicher Hinsicht zukunftsweisenden "Park" bestehen nicht, trotz des Weg weisenden Vorbilds zur Gestaltung von Magerrasen, die nach nur zehn Jahren sogar einer vom Aussterben bedrohten Schmetterlingsart Lebensraum bieten, um das LfU in nur 200 m Entfernung. Mit Leichtigkeit hätte dieser Artenreichtum auch im Bereich der Niederterrasse südlich der Universitätssportplätze geschaffen und damit ein Biotopverbund vom LfU in den Sciencepark erzielt werden können, der eine wirkliche Aufwertung des neuen Stadtteils geworden wäre. Doch man hat es seitens der Stadt schlichtweg versäumt, den Städteplaner auf diese Möglichkeit hinzuweisen und ihn zu beauftragen, dieses Potential der flachen, kiesreichen Böden zu nutzen. Und laut Baureferent Merkle gegenüber der Naturschutzallianz in einem Gespräch Ende 2009 war es nicht mehr möglich, im Masterplan Gebäude so zu verrücken, dass die für den Naturschutz wertvollsten Böden ihre Möglichkeiten stärker entfalten können.

Das Beispiel der LfU-Außenanlagen blieb ist bis jetzt leider ein Einzelfall in der Stadt Augsburg. Die Stadt schafft es nicht, die Bebauungspläne mit entsprechenden Auflagen bezüglich der Freiflächengestaltung um die Gebäude zu versehen. Dabei ist diese Art der Begrünung nicht nur für die Anwohner und Mitarbeiter der Firmen oder Verwaltungsgebäude wesentlich schöner, sondern auch in der Pflege und vielfach auch in der Einrichtung billiger. Und nicht zuletzt wird hier Natur in der Stadt erlebbar und es entstehen attraktive Grünflächen, die wie Parkanlagen zu Spaziergängen einladen.

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Bild 3 Das war mal der Lebensraum von Rebhuhn und Kiebitz Bild 4 Die Niederterasse, hochwertvoller Boden

 Widerspruch zur Augsburger Biodiversitätsstrategie!

„Die Ziele der Biodiversitätsstrategie sollen als Querschnittsaufgabe auf allen Planungs- und

Handlungsebenen ihren Niederschlag finden“ – so heißt es einleitend in der 2009 vom Umweltausschuss der Stadt Augsburg verabschiedeten Augsburger Biodiversitätsstrategie (http://www2.augsburg.de/index.php?id=22781).

Unter dem Abschnitt „Biotopverbund, Vernetzung“ wird die Einbeziehung von Straßenbegleitgrün, Gleisanlagen und Außenanlagen von Gebäuden (v. a. Gewerbe) in den Magerrasenverbund (Bsp. LfU) als Ziel genannt, unter dem Abschnitt „Parkanlagen, Alleen und innerstädtische Grünflächen“ tauchen das Konzept zum Biotopverbund durch den besiedelten Bereich und die ökologische Gestaltung der Anlagen als „Meilensteine“ wieder auf.

Weshalb ist es so schwierig, diese Selbstverständlichkeiten der Stadtentwicklung, die sogar von den Stadtpolitikern als Ziele gewollt sind, auch in der Realität umzusetzen? Die Naturschutzallianz Augsburg glaubt, dass die mangelnde Vernetzung der Verwaltung und das Fehlen einer Art von „Umwelt Checkliste" oder eines "Umwelt TÜVs“, der das Verwaltungshandeln (wie zum Beispiel die Ausschreibung eines Masterplanes Sciencepark) auf seine Umwelt- und Naturverträglichkeit hin überprüft, dafür verantwortlich sind.

 Was geschieht mit Rebhuhn und Kiebitz?

 Unter dem Gesichtspunkt des Artenschutzes bietet das Gelände des Scienceparkes derzeit trotz der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung und der Stadtnähe einige Besonderheiten. Mit Rebhuhn und Kiebitz kommen hier zwei bundes- und bayernweit stark gefährdete Vogelarten vor, echte Besonderheiten für Augsburg, die an anderen Stellen im Stadtgebiet nur noch in einzelnen Paaren brüten. Einige Brutpaare der Dorngrasmücke, des Bluthänflings und der Feldlerche ergänzen die Vogelwelt der Agrarlandschaft nördlich der Universität. Von einem Quellaustritt an der Terrassenkante neben dem Universitätssportgelände hat sich die in Bayern gefährdete Goldschrecke Chrysochraon dispar auf die langgrasigen Brachflächen in der Umgebung bis an das LfU ausgebreitet. Auf einem Kieshaufen lebt seit Jahren eine große gemischte Wildbienen Kolonie mit den im zeitigen Frühjahr zur Weideblüte fliegenden Arten (Andrena vaga und Colettes cunicularius, zusammen mit ihrer Kuckucksbiene Shecodus albilabris). All diese Arten werden mit der Bebauung zwangsläufig verschwinden. Schon durch die jüngsten Entwicklungen geraten sie stark unter Druck: um das LfU brüteten bis 2009 alljährlich drei Brutpaare des Rebhuhns, 2010 hält sich hier noch ein Paar zwischen den Baumaschinen und Baustellen (Studentenwohnheim, LfU-Erweiterungsbau) auf. Im Bereich des Scienceparks ware es in den letzten Jahren weitere 5-7 Brutpaare, im Winter 2009/2010 waren hier noch zwei Ketten mit sieben und neun Vögeln zu beobachten. Der Kiebitzbestand auf dem Gelände des Scienceparkes umfasste 2007 bis 2009 sechs, 2010 (nach dem Bau des Straßenbahnzubringers zum neuen Stadion) nur noch drei Brutpaare. Die Dorngrasmücke besetzte um das LfU und südlich der Universitätssportanlagen in den letzten Jahren jeweils 2-3 Reviere. Bereits 2010 sind diese aufgrund der Bautätigkeit verwaist.

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Bild 5 Der Kiebitz  Bild 6 Das Rebhuhn
   
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Bild 7 Der Bluthänfling Bild 8 Die Dorngrasmücke
   
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Bild 9 Die Feldlerche Bild 10 Die Schafstelze

 Aus Sicht der Naturschutzallianz deuten sich bei den speziellen artenschutzrechtlichen Prüfungen zum Studentenwohnheim und dem Sciencepark klare Fehleinschätzungen an, die Verstöße gegen das Naturschutzrecht darstellen können. Die genannten Vogelarten bilden im Raum Innigen, Haunstetten und Göggingen so genannte „lokale Populationen“, die beim Rebhuhn 2006 bis 2009 ca. 25 Brutpaare (BP) in drei Gebietsschwerpunkten umfassten:

      1. Universität – LfU – Siemens (um die Bgm-Ulrich-Straße, östlich der B17): ca. 10 BP.

      2. Bereich des Baugebietes Göggingen zwischen Friedrich-Ebert- und Bgm-Ulrich-Straße: 10-15 BP.

      3. südlich der Bürgermeister-Ulrich-Straße (Bereich des Stadions und Gewerbegebietes um die Kurt-Bösch-Straße): einzelne Brutpaare.

 Der Kiebitz kam in zwei Kolonien vor und unregelmäßig brütenden Einzelpaaren vor, insgesamt etwa 10 BP:

      1. Acker parallel zur Bürgermeister-Ulrich-Straße östlich der B 17 (Sonderkulturen: Erdbeerfeld, Ackerbrache, Blumenfeld), mit zuletzt 6 BP.

      2. Äcker am östlichen Ortsrand von Göggingen: maximal 7 BP 2005 beiderseits der Bürgermeister-Ulrich-Straße, seit 2006 nur noch 2 BP südlich der Bgm-Ulrich-Straße.

 Der Bestand der Dorngrasmücke umfasste gleichfalls etwa 10 BP, davon 5-6 östlich der B17 (LfU und Sciencepark-Gelände) und 3-4 westlich der B 17.

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 Bild 11 Der Neuntöter
 Bild 12 Die Schafstelze

 Bei allen drei Arten handelt sich um Arten, die einem strengen Schutz unterliegen. Nach § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (früher § 42) dürfen ihre Lebensstätten nur dann beeinträchtigt (z. B. überbaut) werden, soweit die ökologische Funktion der durch den Eingriff betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang weiterhin erfüllt wird. Soweit erforderlich, können auch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt werden.

 Die Anwendung der vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen (im Fachjargon CEF-Maßnahmen) wäre in diesem Fall ein geeignetes und notwendiges Instrument, um die Populationen der genannten Arten – zumindest der von Rebhuhn und Dorngrasmücke – im südlichen Stadtgebiet von Augsburg zu erhalten. Beispiele für die Förderung dieser Arten in der Agrarlandschaft gibt es im Bundesgebiet viele, sie folgen alle dem Prinzip der „vernetzten Feldflur“: Durch ein Netzwerk von „Vogelschutz- oder „Ackerrandstreifen“ mit einer Breite von mindestens 6 Metern, die in der Vogelbrutzeit nicht bewirtschaftet werden und nach der Ernte der Felder als Stoppelbrachen oder Grünstreifen weiterhin Nahrung und Deckung bieten, finden Rebhuhn, Feldlerche, Wachtel und Feldhase geeigneten Lebensraum. In Verbindung mit der Pflanzung von einigen Hecken können auch Dorngrasmücke und Bluthänfling überleben. Ein optimaler Rebhuhnlebensraum enthält etwa 8.000 bis 9.000 m Säume und Hecken je 100 ha Agrarlandschaft, bei 6 m Breite also etwa 5 ha nicht genutzter Fläche pro qkm.

Die entscheidende Aussage im Naturschutzgesetz ist, dass solche Maßnahmen vor einem Eingriff oder Vorhaben stattfinden müssen, damit sie ihre Wirksamkeit mit dem Eingriff bereits entfalten konnten. Hier sind im Fall Augsburg klare Defizite festzustellen. Die umfangreichen Baumaßnahmen auf der Hochterrasse (s. nächster Abschnitt) hätten nach Auffassung der Naturschutzallianz ohne diese CEF-Maßnahmen nicht genehmigt werde dürfen.

 Hinweis: die Augsburger Biodiversitätsstrategie verfolgt auch hier – nicht zuletzt unter dem Eindruck der rasanten Bauentwicklung im Stadtrandbereich – klare Ziele:

 Meilenstein unter Ackerfluren

Realisierung einer Biotopvernetzung in der Feldflur unter Einbeziehung von randlicher

gewerblicher Bebauung im Augsburger Süden (Raum Haunstetten – Inningen – Göggingen –

Univiertel) und im Augsburger Osten (Raum Lechhausen – MVA).

 Spezielle Artenschutzprogramme und -maßnahmen

Folgende Arten, für die Augsburg eine hohe Erhaltungsverantwortung hat, sind auf eine spezielle Lebensraumpflege oder Aufmerksamkeit angewiesen:

Rebhuhn (RL 2): nur noch an zwei bis drei Stellen im Stadtgebiet: im Süden (Haunstetten/Göggingen), im Osten (Lechhausen, MVA), im Norden im Baugebiet des neuen

Rangierbahnhofs. Ziel: Biotopverbund in der Agrarlandschaft, Grünflächenkonzept (Ruderalfluren, Magerrasen), städtisches Rebhuhnschutzprogramm für Landwirte.

 Das Schicksal der Hochterrasse im Augsburger Süden

 Auch hier beginnen wir am besten wieder mit einem offiziellen Zitat der Stadt Augsburg (http://www2.augsburg.de/index.php?id=2951): „Der sparsame Umgang mit Grund und Boden und die Verringerung des Flächenverbrauchs sind wesentliche Bestandteile einer nachhaltigen, ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt Augsburg“. Mit diesem Leitsatz hat der Stadtrat am 18.3.2010 das Stadtplanungsamt beauftragt, ein so genanntes Flächenressourcen-Management aufzubauen. Für die Hochterrasse im Augsburger Süden kommt dies zu spät.

-         Innovations- bzw. Sciencepark (63 ha, ab 2010),
-         Studentenwohnheim und Bauflächen um das LfU (ca. 5 ha, ab 2010)
-         FCA-Stadion und angrenzendes Gewerbegebiet (ca. 40 ha, ab 2006),
-         das rund 50 ha große Baugebiet südlich der Friedrich-Ebert-Straße (ab 2006) sowie
-         die dazugehörige Infrastruktur (Straßenbahnzubringer und Straßen zum Stadion)

haben die Agrarlandschaft zwischen Inningen, Haunstetten und Göggingen tiefgreifend verändert bzw. werden sie weiter verändern. Hinzu kommt eine Parkanlage als Ausgleichsfläche für den Sciencepark zwischen Bahnlinie, B 17, Friedrich-Ebert- und Bgm-Ulrich-Straße. Mit einer Großzügigkeit, die ihresgleichen sucht, hat die Stadt Augsburg hier produktivste, seit Menschengedenken der Nahrungsmittelproduktion vorbehaltene Böden, der Überbauung preisgegeben. Ressourcenschonung ist auch hier ein Fremdwort, wenn man sich den weitgehend versiegelten, ca. 4 ha großen und nur alle zwei Wochen für einige Stunden genutzten Parkplatz des Stadions anschaut.

Die Summe dieser Baumaßnahmen hat selbstverständlich Einfluss auf weitere bedeutende lokale Populationen von Vogelarten der Agrarlandschaft: Zur Zeit der Kartierungen für den Brutvogelatlas Bayern 1996-1999 wurden hier bedeutende Vorkommen von Feldlerche, Schafstelze und Wachtel erfasst. Die Siedlungsdichten von Feldlerche und Schafstelze zwischen Inningen und Haunstetten gehörten zu den größten im Stadtgebiet. Durch die jüngeren Bautätigkeiten auf der Hochterrasse gehen geschätzt

-         über 50 Brutpaare der Feldlerche
-         über 15 BP der Schafstelze
-         ca. 4 BP der Dorngrasmücke

-         ca. 7 BP des Kiebitz
-         ca. 15 BP des Rebhuhns
-         1-2 BP der Wachtel

verloren.

Diese Art von Bautätigkeit ist kein Einzelfall. Im Nordwesten, im Grenzbereich zu Gersthofen und Neusäß entsteht zur Zeit auf vergleichbar wertvollen Böden ein rund 80 ha großes Güterverteilzentrum (davon ca. 17 ha im Stadtgebiet). Im Osten der Stadt, angrenzend an Lechhausen und teilweise auf Friedberger Flur, sind in den vergangenen Jahren über 50 ha Gewerbegebiet überbaut worden.

Der verbleibende Raum zwischen Inningen, Göggingen und der B 17 ist klein geworden. Fraglich erscheint, ob er unter den gegenwärtigen kommunalpolitischen Bedingungen langfristig als Freifläche erhalten werden kann. Wenn die Stadt nicht ihr Stadtentwicklungskonzept radikal überdenkt, wirksame planerische Maßnahmen zur Flächensicherung ergreift, ihren völlig überalteten Landschaftsplan endlich fortschreibt (z. B. auf der Basis der Augsburger Biodiversitätsstrategie) und diesem auch eine Lenkungsfunktion für die Stadtplanung zukommen lässt, wird das Stadtgebiet noch weiter durch Gewerbegebiete zersiedelt und die Lebensgrundlagen.

 

 

Wertgebende Vogelarten im Augsburger Sueden

 

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Die Straßenbahntrasse soll die Biotopbrücke sein? Auszug aus dem Masterplan vom 21.1.2009
Packen wirs an

Hier können Sie den ganzen Masterplan einsehen

 

Auf die erste Planungsvorlage haben wir sofort mit unseren Stellungnahmen reagiert

 

Flaechennutzungsplanaenderung_26-02-10

 Flaechennutzungsplanaenderung 01-09-09

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Das kanns ja wohl nicht sein, die Anbindung an die Ausgleichsflächen des LFU und des Studentenwohnheimes Ist das die neue ökologisch gestaltete Stadtentwicklung?
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Umweltstadt Augsburg !!!!  Natur pur

War auch mal Lebensraum wertgebender Vogelarten

 

Bildautoren
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© Michael Mährlein 5/11/12

Aus dem Bilderarchiv des LBV
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