16.2.2026 (ca)
Entgegen aller sachlich-fachlicher Aufklärungsarbeit und unermüdlicher öffentlichkeitswirksamer Darbietung des BUND Naturschutz Augsburg mit seinem breiten Bündnis „Schutzgemeinschaft Augsburger Uniklinikpark“ (vgl. dazu nochmals zuletzt unsere untenstehende aktuelle Meldung „Herr Söder, retten sie unseren Klinikpark!“ vom 14.2.2026) hat der Bauausschuss der Stadt Augsburg nun Fakten geschaffen. Darüber berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung jüngst unter oben genannter Überschrift (14.2.2026, Ausgabe-Nr. 37, S. 33). Dort heißt es:
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„Der Bauausschuss des Stadtrats hat am Donnerstag einstimmig den Startschuss für das Bebauungsplanverfahren für den Uniklinik-Neubau gegeben. Auf Wunsch des Freistaats, der die Uniklinik bauen wird, konzentriert sich das Verfahren auf das westliche Baufeld, das wegen der Beseitigung des Klinikparks bei Naturschützern umstritten ist. Eine Bebauung im Osten wird im Planungsentwurf nicht mehr vertieft untersucht. Aus dem Naturschutz kommt der Vorwurf, dass es faktisch eine Vorfestlegung gibt, Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) hatte dem immer entgegengesetzt, dass das Verfahren „ergebnisoffen“ sei. Am Donnerstag in der Sitzung betonte auch Baureferent Steffen Kercher (parteilos), dass bis zum Ende des Verfahrens, das erfahrungsgemäß mehrere Jahre dauern dürfte, noch keine endgültige Festlegung vorgenommen wird. […] In der Summe dürfte es somit auf das westliche Baufeld hinauslaufen. Die rechtlich vorgesehene Abwägung wird aber im Hinblick darauf, dass der Bebauungsplan vermutlich mit einer Klage angegriffen wird, wohl besonders akribisch dokumentiert werden. Kercher betonte, dass im Verlauf des Verfahrens alle Behörden, Nachbargemeinden und alle Bürger teils mehrmals Einwendungen und Stellungnahmen vorbringen können. Für das Vorgehen gab es einhellige Zustimmung. Von den Grünen kam die Forderung, dass das Thema Ausgleichsflächen gut berücksichtigt werde. Insgesamt, so CSU, SPD und Bürgerliche Mitte, sei das Vorhaben angesichts der Wichtigkeit der Uniklinik für medizinische Versorgung und wirtschaftliche Chancen aber wichtig. […]“ Den gesamten Beitrag online lesen unter: https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/uniklinik-augsburg-startschuss-fuer-neubau-planung-gefallen-113466091
Interessant in diesem Zusammenhang ist ein weiterer AZ-Beitrag mit dem Titel „Stadtwerke suchen Lösungen für Linie 5“ (ebenfalls vom 14.2.2026, Ausgabe-Nr. 37, S. 38), der aufzeigt, dass die erforderliche infrastrukturelle Anbindung des Uniklinik-Neubaus auf einem Westbaufeld alles andere als gesichert ist. Hier kann man erfahren: „Die Stadtwerke bekräftigen, den Bau der Straßenbahnlinie 5 zwischen Hauptbahnhof und Uniklinik vorantreiben zu wollen, sobald der so genannte Lückenschluss in der Rosenaustraße fertig ist. Die Arbeiten für das kurze Gleisstück zwischen dem Westportal des Bahnhofstunnels und der Pferseer Straße sollen Mitte März beginnen und 2027 abgeschlossen sein. Sobald die Hauptbauarbeiten im Mai begonnen haben, werde man die Planungen für die 5er „weiterverfolgen und intensivieren“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Nauerz. […]“ Den gesamten, recht umfangreichen Beitrag online lesen unter: https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/seilbahn-oder-s-bahn-stadtwerke-augsburg-suchen-nach-loesungen-fuer-die-linie-5-113466078
Im AZ-Kommentar dazu stellt man ernüchtert fest: „[…] Konkrete Ideen, wie man die Probleme planerisch in den Griff bekommt, gibt es allerdings nach wie vor nicht. Und eine Finanzierung des Vorhabens scheint, auch wenn Fördergelder fließen sollten, ein ziemlicher Kraftakt zu werden, um es mal optimistisch zu formulieren. […]“ Den gesamten Kommentar online lesen unter: https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/kommentar-zur-zukunft-der-linie-5-ein-bekenntnis-aber-keine-loesungen-113470133