27.2.2026 (ca)
Am gestrigen Donnerstag (26.2.2026) tagte der Augsburger Stadtrat in den Räumlichkeiten der WBG Augsburg an der Ackermannstraße, wobei insbesondere die weitere Vorgehensweise beim Neubau der Universitätsklinik Augsburg zu erörtern und abzustimmen war. Angesichts der drohenden Vorfestlegung auf das Baufeld „West“ mit Zerstörung des Klinikparks mit seinen ökologischen, klimarelevanten und sozialen Funktionen gab es vor Sitzungsbeginn eine spontane und gut öffentlichkeitswirksame Demo unseres Bündnisses „Schutzgemeinschaft Augsburger Uniklinikpark“ (bestehend aus BUND Naturschutz Kreisgruppe Augsburg, Baum-Allianz Augsburg, Naturschutzallianz Augsburg, V-Partei³ u.a.), um die Ratsmitgliedern nochmals auf die Notwendigkeit einer ergebnisoffenen Standortabwägung auf Basis vollständiger Informationen hinzuweisen.
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In der Sitzung selbst boten dazu die Stadträte Roland Wegner (V-Partei³) und Bruno Marcon („Augsburg in Bürgerhand“) fachlich fundierte Plädoyers, die Gegenargumente in der Disputation waren indes schwach und ausweichend, aber der Ausgang dennoch determiniert. So hat der Stadtrat dann bei nur zwei Gegenstimmen den Weg für die planungsrechtlichen Voraussetzungen des Neubaus freigemacht. Damit wird nun faktisch das Baufeld „West“ weiterverfolgt. Das vielfach betonte „ergebnisoffene“ Verfahren hinsichtlich der beiden möglichen Standorte ist nicht mehr erkennbar. Die Alternative „Ost“, die den Erhalt des Klinikparks ermöglichen würde, wird voraussichtlich nicht mehr vertieft geprüft werden.
Ein interessantes „Schaffen von Fakten“, so kurz vor der Kommunalwahl! Deutlich wird, dass sich zwar etliche der etablierten Augsburger Parteien dem Natur- und Klimaschutz verpflichtet sehen und dies in ihren Wahlprogrammen auch umfänglich kommunizieren, doch nur die kleinen ökologischen Parteien handeln hier konsequent.