6.3.2026 (ca)
Nun besteht Gewissheit: Die von unserem breiten Bündnis „Schutzgemeinschaft Augsburger Uniklinikpark“ gebetsmühlenartig geforderte „Ergebnisoffenheit“ bezüglich der Standortwahl des Neubaus der Uniklinik Augsburg und die steten Beteuerungen der Stadtregierung, demgemäß zu handeln, sind Makulatur! Eine Anfrage bei Staatsminister Markus Blume und sein nun erfolgtes Antwortschreiben legen offen, dass die Vorfestlegung auf das Baufeld „West“ mit Zerstörung des Klinikparks schon vor langer Zeit entschieden und festgeschrieben wurde. Damit wird offensichtlich, dass nie beabsichtig war, die interessierte Öffentlichkeit und alle Belange, insbesondere die ökologischen, klimarelevante und sozialen Erfordernisse, in das Bauvorhaben einzubeziehen. Unser Allianzen-Mitglied BUND Naturschutz Augsburg informiert darüber wie folgt:
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„In dieser Woche haben wir die Antwort von Staatsminister Markus Blume auf unser Schreiben vom 4. Februar 2026 erhalten. Darin hatten wir eine tatsächlich ergebnisoffene Prüfung der Standortalternativen „Ost“ und „West“ beim Neubau der Universitätsklinik Augsburg gefordert. In seiner Antwort stellt der Staatsminister klar, dass aus Sicht des Ministeriums die ergebnisoffene Prüfung der geeigneten Standorte bereits erfolgt sei und das Baufeld „West“ als vorteilhafter bewertet wurde. Damit wird deutlich, dass die grundlegende Standortentscheidung nach Auffassung des Ministeriums bereits im Juli 2024 intern getroffen wurde – also weit vor Beginn des formellen Bauleitverfahrens und ohne formelle Öffentlichkeitsbeteiligung bzw. Beteiligung der betroffenen Nachbarkommunen.“
Der gesamte Beitrag und die beiden genannten Schreiben an bzw. von Staatsminister Markus Blume sind auf der BN-Webseite einsehbar unter:
https://augsburg.bund-naturschutz.de/uka/beitraege/2026-03-03-antwort-von-staatsminister-blume-bestaetigt-vorfestlegung
In diesem Zusammenhang sei auch auf die aktuelle Publikation „Standort Uniklinik: Erhärtet sich der Verdacht auf eine Schein-Debatte?“ der DAZ hingewiesen. Dort heisst es: „[…] Besonders brisant: Der Brief aus München wurde bereits drei Tage vor der entscheidenden Augsburger Stadtratssitzung verfasst. Pettinger (Anm.: ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger) hält es für „hochwahrscheinlich“, dass die Oberbürgermeisterin oder Baureferent Steffen Kercher über den Inhalt informiert waren. Es sei kollegiale Praxis, die Stadtführung bei solch wegweisenden Schreiben in Kopie zu setzen. In einer offiziellen Anfrage fordert Pettinger nun Aufklärung: Wusste die Stadtspitze bereits während der Sitzung von Blumes Absage an eine erneute Standortprüfung? Und warum wurde der Stadtrat nicht informiert? Zudem verlangt er Einsicht in die Bewertungen der Staatsregierung, die zur Vorentscheidung pro „West“ geführt haben.“
Den gesamten Beitrag lesen unter:
https://www.daz-augsburg.de/standort-uniklinik-erhaertet-sich-der-verdacht-auf-eine-schein-debatte/