26.5.2026 (ca)
Vor kurzen berichteten wir über die Mähpraxis auf städtischen Grünflächen und die treffende Berichterstattung dazu in der Augsburger Allgemeine Zeitung (vgl. nochmals untenstehende Aktuelle Meldung „Dauerproblem Mahd des Augsburger Stadtgrüns“ vom 20.5.2026). Nun gab es dazu einen AZ-Leserbrief von unserem Allianzen-Mitglied und Artenschutzexperten Bernhard Uffinger (Augsburger Allgemeine Zeitung vom 23.5.2026, Ausgabe-Nr. 117, S. 35, Leserbriefe). Hier gibt es weitere Informationen über die Dauerhaftigkeit der Problematik:
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„Seit Jahren ist nichts passiert – Zu „Naturschützer sprechen von ,Ausrottungsprogramm‘“ vom 19. Mai: Ich finde den von Ihnen dargestellten Inhalt der Angriffe der Naturschützer auf die Stadt voll zutreffend und richtig! Der Dienstleistereinsatz sollte anders gestaltet werden. In den AZ-Artikeln vom 27. Juni 2018 „Referent will jetzt doch mehr Blumenwiesen“ und „Endlich passiert etwas“ war schön, vom kleinen Paradies für Hummeln und Schmetterlinge und von den bunten Wildblumenstreifen mitten in der Stadt zu lesen! Ebenso wurde damals schon von den Naturschützern auf die „Totmahd von Pflanzen und Tiere“ hingewiesen! Es wurden darin auch vom Umweltreferenten Reiner Erben Prüfungen und Verbesserungen in der Vergabepraxis der Mähfirmen angekündigt! Doch was ist heute anders als damals: nichts! Als langjähriger, bestandserhebender Artenschützer habe ich den Eindruck, dass es auf breiter Ebene im Stadtgebiet und im Landkreis Augsburg nur schlechter geworden ist! Die Arten von Flora und Fauna nehmen in unserer Stadt zunehmend ab, oder sterben an unseren Flüssen Lech und Wertach aus! In den bahnbegleitenden Wiesen in Pfersee an der Lutzstraße bemerkte ich schon im April eine absolute Frühmahd (Grashöhe erst 5 cm!), Schneeglöckchen und Sibirischer Blaustern (Scilla siberica) entlang der Gartenanlage, wunderschön, waren erst am Verblühen, wurden aber auf der gesamten Fläche abgemäht (fehlende Aussamung und Vermehrung). Löwenzahn, Scharbockskraut und der Lerchensporn usw. kamen dadurch gar nicht mehr zur Blüte. Dabei sind die Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge auf die ersten Nektarblüten einer derartigen Wiese besonders angewiesen. Bernhard Uffinger, Augsburg“
Bilder: Seit Jahren ist nichts passiert – das Beispiel Rumplerstraße gegenüber vom Stadtwald Augsburg © Dr. Eberhard Pfeuffer